Zusammentreffen von Industrie, Politik und Bildung am SITECO Jahresanlass 2019
 
 

H.E. Muliaman Hadad, H.E. Raymund Furrer, Toni Stadler, Stéphane Wettstein und Hans-Ulrich Bigler zu Gast bei Bombardier in Zürich-Oerlikon.

Über 90 Besucher erfuhren am SITECO Jahresanlass vom 25. März 2019 welche Erfolgsfaktoren zu einer wirkungsvollen Entwicklungszusammenarbeit führen. Roger Nicholas Balsiger moderierte einen spannenden Abend mit hochkarätigen Gästen. Im Vorprogramm führten Lernende durch die Lehrlingsabteilung der Libs.

Liebe Referenten, liebe Gäste, die Mitglieder des Vorstandes von SITECO bedanken sich nochmals herzlich, dass Sie zu einem äussert gelungenen Abend beigetragen haben. Ein besonderes Dankeschön geht an Bombardier Transportation (Switzerland) AG und die libs, für die Gastfreundschaft in ihren Räumlichkeiten in Zürich Oerlikon.

Wir haben im Folgenden einige Höhepunkte des Anlasses für sie zusammengestellt.

Herzliche Grüsse und beste Wünsche

SITECO Association for Swiss International Technical Connection

 

Führung durch die Lehrlingsabteilung bei libs. Weniger als drei Prozent Lehrabbrüche sprechen für sich.

Wie Berufslernende zu “Lebensunternehmern” entwickelt werden - Eindrückliche Führung durch die Lehrlingsabteilung bei der libs. Herzlichen Dank an Daniel Knecht, sein Team und die Lernenden bei libs. Stéphane Wettstein, Geschäftsführer der Mitgliederfirma Bombardier Transportation (Switzerland) AG: “Wie misst man Ausbildung in einem Ausbildungsverbund? Man misst es mit der Erfolgsquote. Zwei Zahlen: Wir haben weniger als drei Prozent Lehrabbrüche, weniger als drei Prozent. Und wir hatten letztes Jahr eine Erfolgsquote von hundert Prozent. Alle haben die Prüfung bestanden.”

Wie Berufslernende zu “Lebensunternehmern” entwickelt werden - Eindrückliche Führung durch die Lehrlingsabteilung bei der libs. Herzlichen Dank an Daniel Knecht, sein Team und die Lernenden bei libs. Stéphane Wettstein, Geschäftsführer der Mitgliederfirma Bombardier Transportation (Switzerland) AG: “Wie misst man Ausbildung in einem Ausbildungsverbund? Man misst es mit der Erfolgsquote. Zwei Zahlen: Wir haben weniger als drei Prozent Lehrabbrüche, weniger als drei Prozent. Und wir hatten letztes Jahr eine Erfolgsquote von hundert Prozent. Alle haben die Prüfung bestanden.”

H.E. Prof. Dr. Muliaman Hadad, Ambassador of the Republic of Indonesia to Switzerland and Lichtenstein

H.E. Prof. Dr. Muliaman Hadad, Ambassador of the Republic of Indonesia to Switzerland and Lichtenstein, emphasized the importance of know-how, expertise and training: “That is why our government is very much committed to working closely with other parties including of course SITECO and the Swiss Government.” He thanked Switzerland, particularly the Swiss States Secretariat for Economic Affairs SECO for helping to develop the vocational education that enables people facing the economic challenges of globalization.

H.E. Prof. Dr. Muliaman Hadad, Ambassador of the Republic of Indonesia to Switzerland and Lichtenstein, emphasized the importance of know-how, expertise and training: “That is why our government is very much committed to working closely with other parties including of course SITECO and the Swiss Government.” He thanked Switzerland, particularly the Swiss States Secretariat for Economic Affairs SECO for helping to develop the vocational education that enables people facing the economic challenges of globalization.

Toni Stadler: "Es gibt keine afrikanische oder arabische Art eine Dampfturbine zu bauen. Es gibt nur eine nach den Gesetzen der Physik.”

Toni Stadler erörtert in seinem 30-minütigen Referat acht Punkte zum Thema Erfolgsfaktoren für eine wirkungsvolle Entwicklungszusammenarbeit, u.a. anderem fordert er eine Fokussierung des Staates auf Gesundheit, Arbeitsplätze und Bildung. Weiter betont er die Wichtigkeit der richtigen Einstellung seitens der Unterstützten: "Es gibt keine afrikanische oder arabische Art eine Dampfturbine zu bauen. Es gibt nur eine nach den Gesetzen der Physik. Und dazu braucht es Leute, die ähnlich qualifiziert sind und eine ähnliche Arbeitseinstellung einbringen, wo auch immer sie geboren sind.”

Toni Stadler erörtert in seinem 30-minütigen Referat acht Punkte zum Thema Erfolgsfaktoren für eine wirkungsvolle Entwicklungszusammenarbeit, u.a. anderem fordert er eine Fokussierung des Staates auf Gesundheit, Arbeitsplätze und Bildung. Weiter betont er die Wichtigkeit der richtigen Einstellung seitens der Unterstützten: "Es gibt keine afrikanische oder arabische Art eine Dampfturbine zu bauen. Es gibt nur eine nach den Gesetzen der Physik. Und dazu braucht es Leute, die ähnlich qualifiziert sind und eine ähnliche Arbeitseinstellung einbringen, wo auch immer sie geboren sind.”

Stéphane Wettstein, Bombardier: “Wir transportieren heute jeden Tag mit unseren Produkten 500 Millionen Passagiere.”

Internationale Zusammenarbeit bei Bombardier bedeutet 61 Engineering- und Produktionsstandorte in über 27 Ländern zusammenarbeiten. Stéphane Wettstein, Geschäftsführer von Bombardier Transportation (Switzerland) AG: “Wir transportieren heute jeden Tag mit unseren Produkten 500 Millionen Passagiere. 500 Millionen Passagiere! Und diese Produkte werden in der Regel von Fachleuten entwickelt, von Fachleuten gebaut, von Fachleuten in Betrieb gesetzt und von Fachleuten unterhalten.”

Internationale Zusammenarbeit bei Bombardier bedeutet 61 Engineering- und Produktionsstandorte in über 27 Ländern zusammenarbeiten. Stéphane Wettstein, Geschäftsführer von Bombardier Transportation (Switzerland) AG: “Wir transportieren heute jeden Tag mit unseren Produkten 500 Millionen Passagiere. 500 Millionen Passagiere! Und diese Produkte werden in der Regel von Fachleuten entwickelt, von Fachleuten gebaut, von Fachleuten in Betrieb gesetzt und von Fachleuten unterhalten.”

Marco Mathis weist auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Industrie, Politik und Bildung hin.

Marco Mathis informiert zum aktuellen Stand in den verschiedenen Projekten von SITECO in Indonesien, während Urs Glauser Projekte in Anbahnung präsentiert.

Marco Mathis informiert zum aktuellen Stand in den verschiedenen Projekten von SITECO in Indonesien, während Urs Glauser Projekte in Anbahnung präsentiert.

Botschafter Raymund Furrer des SECO will ein Umfeld schaffen, in dem Firmen eine Zukunft in ihren Ländern sehen.

Das SECO setzt auf wirtschaftliche Massnahmen in ausgewählten Ländern, um die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass investiert wird, dass Jobs geschaffen werden und dass die Leute und die Firmen eine Zukunft in ihren Ländern sehen.

Das SECO setzt auf wirtschaftliche Massnahmen in ausgewählten Ländern, um die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass investiert wird, dass Jobs geschaffen werden und dass die Leute und die Firmen eine Zukunft in ihren Ländern sehen.

Hans-Ulrich Bigler: “Ein Asset der Schweiz ist, dass man die duale Berufsbildung exportieren kann, so wie Sie das in Ihrer Organisation machen. Und trotzdem habe ich gewisse Vorbehalte in Bezug auf diesen Export.”

Hans-Ulrich Bigler erklärt, dass es ganz wichtig ist zu anerkennen, dass wir ein Interesse an der internationalen Zusammenarbeit haben. In Bezug auf duale Bildung erläutert er: “Ein Asset der Schweiz ist, dass man die duale Berufsbildung exportieren kann, so wie Sie das in Ihrer Organisation machen. Und trotzdem habe ich gewisse Vorbehalte in Bezug auf diesen Export (…) Im Vordergrund steht nicht die Dualität Praxis - Schule, sondern die Stärke unseres Systems ist, dass die Jugendlichen zur Arbeitsmarktfähigkeit ausgebildet werden.” Dies bedeutet eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Job, eine Perspektive für die Zukunft und damit eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit. Eine Möglichkeit der internationalen Zusammenarbeit ist der Export von Bildung, aber es gibt Limiten, z.B. in Eritrea, wo andere Bedingungen herrschen (Stichworte: flexibler Arbeitsmarkt, technische Ausrüstung, politische Stabilität) und auch gut ausgebildete Leute keine Garantie auf einen Job haben. Bigler führt weiter aus: “Wenn wir das Geld einsetzen wollen, wollen wir es effizient einsetzen. Und wenn wir Effizienz wollen, dann müssen eben diese Stolpersteine mit bedacht werden.”

Hans-Ulrich Bigler erklärt, dass es ganz wichtig ist zu anerkennen, dass wir ein Interesse an der internationalen Zusammenarbeit haben. In Bezug auf duale Bildung erläutert er: “Ein Asset der Schweiz ist, dass man die duale Berufsbildung exportieren kann, so wie Sie das in Ihrer Organisation machen. Und trotzdem habe ich gewisse Vorbehalte in Bezug auf diesen Export (…) Im Vordergrund steht nicht die Dualität Praxis - Schule, sondern die Stärke unseres Systems ist, dass die Jugendlichen zur Arbeitsmarktfähigkeit ausgebildet werden.” Dies bedeutet eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Job, eine Perspektive für die Zukunft und damit eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit. Eine Möglichkeit der internationalen Zusammenarbeit ist der Export von Bildung, aber es gibt Limiten, z.B. in Eritrea, wo andere Bedingungen herrschen (Stichworte: flexibler Arbeitsmarkt, technische Ausrüstung, politische Stabilität) und auch gut ausgebildete Leute keine Garantie auf einen Job haben. Bigler führt weiter aus: “Wenn wir das Geld einsetzen wollen, wollen wir es effizient einsetzen. Und wenn wir Effizienz wollen, dann müssen eben diese Stolpersteine mit bedacht werden.”